Wie können wir die Hömoopathie am besten in unserer Praxis nutzen?
Mein Bestreben wird immer sein, das homöopathische Denken so weit wie möglich in die Kosmetik einzubeziehen. In erster Linie heißt das, sich auf den ganzen Menschen zu konzentrieren, auf sein Wesen, sein Temperament, seinen Typus, seine Diathese, seine Morphologie und seine Lebensweise.
Erst wenn ich das alles begreife, kann auch ich als Kosmetikerin den Ursprung des jeweiligen Problems identifizieren - und behandeln. Je mehr wir über unser Gegenüber erfahren, desto gezielter können wir den Behandlungsplan gestalten. Das heißt, die Behandlung in der Kabine sowie die Pflege zu Hause genau mit den Pflanzen, Mineralien oder Organkonzentraten abzustimmen, die genau in diesem Moment für den Kunden richtig sind, um seine Probleme zu lösen. Hierbei ist es gleich, ob es sich um erschlaffte Haut, Falten, erhöhte Sensibilität, Cellulite, Übergewicht oder andere Probleme handelt.
Natürlich bietet es sich an, nach der Methodik zu arbeiten "Welche Produkte/Wirkstoffe bei welchen Problemen?"
Möchten wir aber ganz nach homöopathischen Prinzipien handeln, dann müssen wir uns die Mühe machen, gezielte Fragen zu stellen, diese auswerten zu lernen und im nächsten Schritt die angemessene Behandlung mit den passenden Substanzen zu bestimmen.
Je passender, desto gezielter das Resultat!
Homöopathie ist menschengerecht, weil sie den Menschen immer als Ganzheit zu erfassen versucht. Sie ist naturnah, weil ihre Produkte zum größten Teil aus natürlichen Ausgangsprodukten stammen. Sie ist universell, weil es nach homöopathischer Auffassung für jeden Menschen das Produkt gibt, das ihn heilt.
Selbstverständlich haben wir als Kosmetikerin nicht die gleichen Möglichkeiten zur Verfügung wie ein Homöopath. Aber darauf kommt es hier auch gar nicht an, sondern vielmehr darauf, gezielt und sicher die passende Behandlung für den Menschen zu bestimmen.
Als Instrumente stehen der Kosmetikerin immerhin zur Verfügung:
- die Diathese
- die Typusanalyse
- Morphologie
- Mineralien, Pflanzen, Oligo Elemente, potenzierte Kosmetika, Schälmethoden
- Ernährungsberatung
Wichtig ist die Bereitschaft, professionell einen Schritt weiterzugehen und dazuzulernen! Die Kosmetikerin, die homöopathisch denkt und handelt, kommt durch An-SEHEN zum Verstehen, durch Be-GREIFEN zum Begreifen, durch Hören, Zuhören und Er-FASSEN der Mimik, Gestik und Ausstrahlung zum gründlichen Bild eines jeden Kunden.
Die Homöopathie respektiert die Einmaligkeit des Menschen. Selbst wenn zwei Menschen einander vollkommen gleich wären, gleich alt, gleich groß, gleich schwer. Selbst wenn sie sich aus den gleichen Mengen Eiweiß, Kohlehydraten und Fett zusammensetzen würden, so wären sie doch verschieden. Dies nicht nur in ihrem Streben und Wollen, in ihrem Unterscheiden und Entscheiden, in ihrem Fühlen und Denken, sondern auch in jenem immateriellen Bereich, der das das Bestreben und Wollen, das Fühlen und Denken als Erscheinung nach außen trägt.
Für die Medizin und die Kosmetik läßt sich der Schluß ableiten, daß es sich bei den Beschwerden, Krankheiten und Hautbildern genau so verhalten könnte. Von dieser Annahme geht die Homöopathie aus. Behandlung und Produkt entziehen sich dem Versuch der Schematisierung, Katalogisierung und dem bequemen Denken in standardisierten Kategorien. Leiden, Beschwerden und Symptome können einander ähneln. Dennoch treten sie immer an einem anderen Menschen auf und sind deshalb individuelle Phänomene, die eigentlich nur individuell betrachtet und behandelt werden können.
Montag, 30. November 2009
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