Donnerstag, 5. Mai 2011
Dienstag, 25. Mai 2010
TEUFELSKREIS PSYCHE UND HAUT
In der Kosmetik versuchen täglich auf’s neue mit Cremes, Lotionen, Masken usw. Hautprobleme zu lösen. „Wahre Schönheit kommt von Innen“ sagen einige und unterstützen sogar mit Nahrungsergänzung von Innen. Natürlich haben wir Resultate vorzuweisen, denn wir können vieles auf diesem Weg erreichen.
Dennoch beschäftigt mich die Psyche am meisten. Nach langjährigen persönlichen Beobachtungen möchte ich sagen, dass es kein Haut-, Haar- oder Gewichtsproblem gibt, das nicht von der Psyche beeinflusst wird. Auch die Sprache spiegelt diesen Umstand wider: „das geht mir unter die Haut“, „das juckt mich nicht“ oder „das ist zum aus der Haut fahren“. Wir kennen es alle auch aus eigener Erfahrung: Bei Furcht bekommen wir eine Gänsehaut. Bei Scham erröten wir, und Angst treibt uns den Schweiß auf die Stirn.
Wo liegt aber im Körper das Kontrollzentrum dieser Abläufe? Das ist die winzig kleine Hirnanhangdrüse, die Hypophyse. Die Chinesen würden es vielleicht als den Wohnsitz von Yin und Yang bezeichnen. Wir nennen es unsere Seele, das Lachen und Weinen, oder einfach die Mutter aller Drüsen, die das Funktionieren aller anderen Drüsen beherrscht. Jeder Gedanke und jede Gefühlbewegung hat eine Wirkung auf unsere Drüsen. Unser Erfolg im Leben hängt davon ab, angenehme Persönlichkeit auszustrahlen, die jedoch von unseren Gedanken und dem Funktionieren der Drüsen im richtigen Verhältnis abhängt.
Furcht, Sorgen, ständige Überforderung, Trauer oder Enttäuschung sind direkte Feinde unseres Wohlbefindens. Geraten die Drüsen aus dem Gleichgewicht, kann es fatale Folgen haben. Zum Beispiel: geht von der Hypophyse eine Fehlinformation an den Hypothalamus (die „Fressdrüse“), bekommen wir entweder keinen Bissen mehr runter oder wir fangen an, ungezügelt alles in uns hineinzustopfen. Frusthungern – Frustessen.
Weiter zur Schilddrüse: Werden wir aus Frust dick oder magern wir ab? Das heißt, verbrennt die Schilddrüse übermäßig viel oder wenig? Zur Bauchspeicheldrüse: Behalte ich die Vitamine und wertvollen Sachen aus der Nahrung, oder scheide ich gerade diese aus? Am Ende stehen die Eierstöcke, das heißt hormonelles Chaos. Aber angefangen hat alles einmal im Kopf! Eben in dieser erbsengroßen Hypophyse, die in der Lage ist, dem ganzen Körper Energie zu geben. Sie entlädt gewisse Hormone, die eine wichtige Rolle für unseren Lebensverlauf spielen, direkt in den Blutstrom. So ist ein überaktiver Hirnanhang der Grund für riesenhaften Wuchs, ein passiver Hirnanhang für zwerghaften. Genauer betrachtet besteht der Hirnanhang aus einem vorderen und einem hinteren Lappen. Der vordere Lappen schüttet ein Hormon aus, das die Adrenalindrüsen steuert. Dazu gehört der Solarplexus, auch das Gehirn das Bauches genannt, und die Nebennierendrüse, auch Nebennierenrinde genannt. Durch Adrenalinausschüttung wird die Herztätigkeit angeregt. Außerdem bewirkt es bei plötzlicher Gefahr in uns Mut und Stärke. Dieselbe wichtige Absonderung bestimmt das Maß an Lebenskraft und Widerstand in unserem Körper, um Schäden durch Krankheiten abzuwenden. Das gleiche Hormon, das vom Vorderlappen produziert wird, wirkt auch auf die Eierstöcke. Es spielt eine wichtige Rolle in der Schwangerschaft und ist für eine normale Menstruation verantwortlich. Ein anderes Hormon verbindet sich mit Insulin, um den Kohlenhydratstoffwechsel, die Verdauung und Auflösung von Stärke und Zucke zu regulieren. Das Hormon, das vom rückwärtigen Lappen produziert wird, ist als Regler tätig und ist eine wichtige Substanz für die Muskelstärke, also auch des Herzmuskels, für einen normalen Herzschlag und zur Regulierung der Arterien.
Der Vollständigkeit halber sei noch die Milz erwähnt. Sie ist Lagerhaus für zusätzliches Eisen, das vom Blut benötigt wird. Außerdem bringt sie eine Substanz hervor, die die Peristaltik in den Gedärmen kräftig anregt und auf den Dünn- und Dickdarm wirkt. Bis hierher sind es schon viele Funktionen, die durch Stress und Sorge aus dem Gleichgewicht geraten können und alles gesteuert von einer einzigen Drüse!
Die Übersetzerrolle von innen nach außen übernimmt der Sympathikus bzw. Parasympathikus, also das autonome Nervensystem, das der Steuerung durch den Willen entzogen und höchstens indirekt zu beeinflussen ist. Beeinflussen können wir es zum Beispiel über die Aromatherapie und alle Massagetechniken, da sich die Nervenenden direkt unter der Hautoberfläche befinden. Aber auch ein gutes Diathesengespräch, bei der sich die Kundin in den Arm genommen und verstanden fühlt, trägt schon zum Wohlbefinden bei. Wir kennen dieses Erstgespräch normalerweise unter dem Namen „Anamnese“. Bei der Methode Brigitte Kettner wird der Begriff Diathese genannt, weil wir mit gezielten Fragen, wie zum Beispiel, ob die Kundin eher unter Morgenmüdigkeit oder Nachmittagsmüdigkeit leidet, feststellen, in welcher Diathese (1-5) sie sich befindet. Daraus lässt sich dann leichter ableiten, welche pflanzliche Nahrungsergänzung und homöopathische Mineralien wir geben sollten. Der erste Schritt ist getan auf dem Weg zu ästhetischer Gesundheit.
Es wäre heute dringender denn je nötig, die Sprache der Haut zu verstehen, denn Hautkrankheiten sind inzwischen weit verbreitet und nehmen zu. Krankheiten wie Neurodermitis, Psoriasis, Akne, Herpes, Kontaktekzem und Nesselsucht werden als „psychosomatische Dermatosen“ bezeichnet, weil sie somatisch gegeben, aber psychisch beeinflussbar sind. Außerdem sind sie meist genetisch veranlagt. Doch darüber, ob und wann die Krankheit ausbricht, wie sie sich manifestiert und wie lange sie andauert, entcheiden viele andere Faktoren mit. Dazu gehören Chemikalien, mechanische Hautreizungen und natürlich die Psyche. Ob psychische Probleme die Ursache oder die Folge von Hautkrankheiten sind, ist immer noch nicht geklärt. Doch ist es auch gar nicht so wichtig. Viel bedeutsamer ist es, die Wechselwirkung zwischen Psyche und Haut zu erkennen. Für uns ist es entscheidend festzustellen, welche Gefühle, Verhaltensweisen und Ereignisse auf die Erkrankung zurückwirken und sie verschlechtern oder verbessern.
Zusammenfassend und für die kosmetische Praxis möchte ich noch mal die Wichtigkeit der Diathese vor Behandlungsbeginn hervorheben: Denn nur, wenn ich den Menschen als Ganzes betrachte, mich in ihn hineinversetze und ihn als Individuum in den Mittelpunkt rücke, erziele ich wirklich überzeugende Resultate.
Dennoch beschäftigt mich die Psyche am meisten. Nach langjährigen persönlichen Beobachtungen möchte ich sagen, dass es kein Haut-, Haar- oder Gewichtsproblem gibt, das nicht von der Psyche beeinflusst wird. Auch die Sprache spiegelt diesen Umstand wider: „das geht mir unter die Haut“, „das juckt mich nicht“ oder „das ist zum aus der Haut fahren“. Wir kennen es alle auch aus eigener Erfahrung: Bei Furcht bekommen wir eine Gänsehaut. Bei Scham erröten wir, und Angst treibt uns den Schweiß auf die Stirn.
Wo liegt aber im Körper das Kontrollzentrum dieser Abläufe? Das ist die winzig kleine Hirnanhangdrüse, die Hypophyse. Die Chinesen würden es vielleicht als den Wohnsitz von Yin und Yang bezeichnen. Wir nennen es unsere Seele, das Lachen und Weinen, oder einfach die Mutter aller Drüsen, die das Funktionieren aller anderen Drüsen beherrscht. Jeder Gedanke und jede Gefühlbewegung hat eine Wirkung auf unsere Drüsen. Unser Erfolg im Leben hängt davon ab, angenehme Persönlichkeit auszustrahlen, die jedoch von unseren Gedanken und dem Funktionieren der Drüsen im richtigen Verhältnis abhängt.
Furcht, Sorgen, ständige Überforderung, Trauer oder Enttäuschung sind direkte Feinde unseres Wohlbefindens. Geraten die Drüsen aus dem Gleichgewicht, kann es fatale Folgen haben. Zum Beispiel: geht von der Hypophyse eine Fehlinformation an den Hypothalamus (die „Fressdrüse“), bekommen wir entweder keinen Bissen mehr runter oder wir fangen an, ungezügelt alles in uns hineinzustopfen. Frusthungern – Frustessen.
Weiter zur Schilddrüse: Werden wir aus Frust dick oder magern wir ab? Das heißt, verbrennt die Schilddrüse übermäßig viel oder wenig? Zur Bauchspeicheldrüse: Behalte ich die Vitamine und wertvollen Sachen aus der Nahrung, oder scheide ich gerade diese aus? Am Ende stehen die Eierstöcke, das heißt hormonelles Chaos. Aber angefangen hat alles einmal im Kopf! Eben in dieser erbsengroßen Hypophyse, die in der Lage ist, dem ganzen Körper Energie zu geben. Sie entlädt gewisse Hormone, die eine wichtige Rolle für unseren Lebensverlauf spielen, direkt in den Blutstrom. So ist ein überaktiver Hirnanhang der Grund für riesenhaften Wuchs, ein passiver Hirnanhang für zwerghaften. Genauer betrachtet besteht der Hirnanhang aus einem vorderen und einem hinteren Lappen. Der vordere Lappen schüttet ein Hormon aus, das die Adrenalindrüsen steuert. Dazu gehört der Solarplexus, auch das Gehirn das Bauches genannt, und die Nebennierendrüse, auch Nebennierenrinde genannt. Durch Adrenalinausschüttung wird die Herztätigkeit angeregt. Außerdem bewirkt es bei plötzlicher Gefahr in uns Mut und Stärke. Dieselbe wichtige Absonderung bestimmt das Maß an Lebenskraft und Widerstand in unserem Körper, um Schäden durch Krankheiten abzuwenden. Das gleiche Hormon, das vom Vorderlappen produziert wird, wirkt auch auf die Eierstöcke. Es spielt eine wichtige Rolle in der Schwangerschaft und ist für eine normale Menstruation verantwortlich. Ein anderes Hormon verbindet sich mit Insulin, um den Kohlenhydratstoffwechsel, die Verdauung und Auflösung von Stärke und Zucke zu regulieren. Das Hormon, das vom rückwärtigen Lappen produziert wird, ist als Regler tätig und ist eine wichtige Substanz für die Muskelstärke, also auch des Herzmuskels, für einen normalen Herzschlag und zur Regulierung der Arterien.
Der Vollständigkeit halber sei noch die Milz erwähnt. Sie ist Lagerhaus für zusätzliches Eisen, das vom Blut benötigt wird. Außerdem bringt sie eine Substanz hervor, die die Peristaltik in den Gedärmen kräftig anregt und auf den Dünn- und Dickdarm wirkt. Bis hierher sind es schon viele Funktionen, die durch Stress und Sorge aus dem Gleichgewicht geraten können und alles gesteuert von einer einzigen Drüse!
Die Übersetzerrolle von innen nach außen übernimmt der Sympathikus bzw. Parasympathikus, also das autonome Nervensystem, das der Steuerung durch den Willen entzogen und höchstens indirekt zu beeinflussen ist. Beeinflussen können wir es zum Beispiel über die Aromatherapie und alle Massagetechniken, da sich die Nervenenden direkt unter der Hautoberfläche befinden. Aber auch ein gutes Diathesengespräch, bei der sich die Kundin in den Arm genommen und verstanden fühlt, trägt schon zum Wohlbefinden bei. Wir kennen dieses Erstgespräch normalerweise unter dem Namen „Anamnese“. Bei der Methode Brigitte Kettner wird der Begriff Diathese genannt, weil wir mit gezielten Fragen, wie zum Beispiel, ob die Kundin eher unter Morgenmüdigkeit oder Nachmittagsmüdigkeit leidet, feststellen, in welcher Diathese (1-5) sie sich befindet. Daraus lässt sich dann leichter ableiten, welche pflanzliche Nahrungsergänzung und homöopathische Mineralien wir geben sollten. Der erste Schritt ist getan auf dem Weg zu ästhetischer Gesundheit.
Es wäre heute dringender denn je nötig, die Sprache der Haut zu verstehen, denn Hautkrankheiten sind inzwischen weit verbreitet und nehmen zu. Krankheiten wie Neurodermitis, Psoriasis, Akne, Herpes, Kontaktekzem und Nesselsucht werden als „psychosomatische Dermatosen“ bezeichnet, weil sie somatisch gegeben, aber psychisch beeinflussbar sind. Außerdem sind sie meist genetisch veranlagt. Doch darüber, ob und wann die Krankheit ausbricht, wie sie sich manifestiert und wie lange sie andauert, entcheiden viele andere Faktoren mit. Dazu gehören Chemikalien, mechanische Hautreizungen und natürlich die Psyche. Ob psychische Probleme die Ursache oder die Folge von Hautkrankheiten sind, ist immer noch nicht geklärt. Doch ist es auch gar nicht so wichtig. Viel bedeutsamer ist es, die Wechselwirkung zwischen Psyche und Haut zu erkennen. Für uns ist es entscheidend festzustellen, welche Gefühle, Verhaltensweisen und Ereignisse auf die Erkrankung zurückwirken und sie verschlechtern oder verbessern.
Zusammenfassend und für die kosmetische Praxis möchte ich noch mal die Wichtigkeit der Diathese vor Behandlungsbeginn hervorheben: Denn nur, wenn ich den Menschen als Ganzes betrachte, mich in ihn hineinversetze und ihn als Individuum in den Mittelpunkt rücke, erziele ich wirklich überzeugende Resultate.
Mittwoch, 16. Dezember 2009
Hightech Kosmetik: Argireline - das Anti-Aging Wundermittel?
In den vielen Jahren, in denen ich in meinem Beruf als Kosmetologin und Produktentwicklerin tätig bin, habe ich schon viele Generationen von Wunderwaffen gegen das Altern, Falten, erschlaffte Haut usw. kennengelernt. Manche davon haben gut geholfen, andere weniger gut. Ich muß gestehen, die Forschung hat sich mit großen Schritten weiterentwickelt. Die Mediziner sind dabei die Vorreiter und die moderne Kosmetologie kann davon profitieren. In den siebziger Jahren etablierten sich Aktivstoffe wie Collagen, Elastin, Zyplast, Hyaluron oder Eigenfett mehr.
Seit einigen Jahren wird Argireline als neuer Wunderwirkstoff gegen Falten angepriesen. Oftmals ist von einer nicht-toxischen Alternative zu Botox die Rede. Aber was ist das überhaupt, Arigireline? Die wissenschaftliche Bezeichnung lautet Acetyl Hexapeptide-3 und ist so auch auf den INCI Angaben der Kosmetikhersteller zu finden. Das Peptid besteht aus sechs (hexa = griech. ‚sechs‘) natürlich vorkommenden Aminosäuren und wurde von der spanischen Firma Lipotec patentiert. Ähnlich wie Botulinus Toxin A (Botox) hemmt es die Ausschüttung eines Botenstoffes in den Synapsen zwischen Muskel und Nervenende. Damit wird die neuromuskuläre Übertragung gehemmt, und siehe da, die Gesichtsmuskeln werden merklich entspannt. Der Wirkstoff reduziert die Tiefe von jenen Falten, die durch häufige Muskelanspannung speziell im Stirn-, Augen- und Lippenbereich entstehen. Die Wirkung wurde in Studien des Rohstoffherstellers belegt, aber Sie können die Resultate eigentlich schon nach wenigen, wenn nicht einer einzigen Anwendung sehen. Als wir die ersten Formulationen testeten war unser Team perplex. Das hatten wir in 30 Jahren Kosmetik noch nicht in der Form gesehen.
Also tatsächlich ein Wundermittel? Ja, und nein. Als „natürlichere“ und verträglichere Botoxalternative erzielt es zweifellos den gewünschten Effekt, nämlich den oben beschriebenen, die Entspannung der Gesichtsmuskulatur und die damit verbundene Straffung der Haut. Entsprechende Produkte finden Sie dazu in steigender Anzahl. Achten Sie wie immer darauf, an wievielter Stelle der Wirkstoff in den INCIs auf den Produkten auftaucht. Je weiter hinten er auftaucht, desto weniger Wirkung bekommen Sie. Außerdem sollten keine Parabene enthalten sein. Bekanntlich stehen diese im Verdacht, Allergien oder sogar Krebs zu verursachen.
Nun aber zu einem weiteren Punkt, der mir, wenn Sie meine Arbeitsweise kennen, noch besonders am Herzen liegt: die Ganzheitlichkeit! Wollen Sie die Haut nur straffen oder auch langfristig pflegen? Zu einem ganzheitlichen anti-aging Produkt gehört mehr als ein einzelner Wirkstoff. Analog ersetzt Betakarotin ja auch nicht die Karotte! Damit möchte ich nicht sagen wir sollen nur pflanzliche Produkte verwenden. Auch Hightech leistet in vielen Bereichen seinen Beitrag. Ein Produkt, das zusätzlich zum Straffen auch pflegen soll, kann zum Beispiel durch einige der folgenden Wirkstoffe intelligent angereichert werden:
- Chromabright zur Aufhellung der Haut und Vorbeugung der Überpigmentierung
- Pullan zur zusätzlichen Straffung
- Hydroxyprolin Komplex als Collagenbooster
- Matrixyl aktiviert die Collagenbildung
- Aquaxyl harmonisiert den Wasserhaushalt und stärkt die Barrierefunktion
- Coenzym 10 verbessert die Energieversorgung der Hautzellen und verleiht Vitalität
- Vitamin C als natürlicher Radikalfänger
- ...
Ein weiterer Weg, um die Wirkung (und Pflege) zu verbessern, ist die Kombination mit einer Hautschälung. An diesem Bereich arbeite ich gerade und hoffe an dieser Stelle bald ein paar Ideen vorstellen zu können.
Zusammenfassend möchte ich sagen, daß Argireline durchaus den Titel Wundermittel verdient, zumal nicht gespritzt werden muß. Es sollte einfach gut in ein ganzheitliches, pflegendes Konzept eingebettet sein.
Seit einigen Jahren wird Argireline als neuer Wunderwirkstoff gegen Falten angepriesen. Oftmals ist von einer nicht-toxischen Alternative zu Botox die Rede. Aber was ist das überhaupt, Arigireline? Die wissenschaftliche Bezeichnung lautet Acetyl Hexapeptide-3 und ist so auch auf den INCI Angaben der Kosmetikhersteller zu finden. Das Peptid besteht aus sechs (hexa = griech. ‚sechs‘) natürlich vorkommenden Aminosäuren und wurde von der spanischen Firma Lipotec patentiert. Ähnlich wie Botulinus Toxin A (Botox) hemmt es die Ausschüttung eines Botenstoffes in den Synapsen zwischen Muskel und Nervenende. Damit wird die neuromuskuläre Übertragung gehemmt, und siehe da, die Gesichtsmuskeln werden merklich entspannt. Der Wirkstoff reduziert die Tiefe von jenen Falten, die durch häufige Muskelanspannung speziell im Stirn-, Augen- und Lippenbereich entstehen. Die Wirkung wurde in Studien des Rohstoffherstellers belegt, aber Sie können die Resultate eigentlich schon nach wenigen, wenn nicht einer einzigen Anwendung sehen. Als wir die ersten Formulationen testeten war unser Team perplex. Das hatten wir in 30 Jahren Kosmetik noch nicht in der Form gesehen.
Also tatsächlich ein Wundermittel? Ja, und nein. Als „natürlichere“ und verträglichere Botoxalternative erzielt es zweifellos den gewünschten Effekt, nämlich den oben beschriebenen, die Entspannung der Gesichtsmuskulatur und die damit verbundene Straffung der Haut. Entsprechende Produkte finden Sie dazu in steigender Anzahl. Achten Sie wie immer darauf, an wievielter Stelle der Wirkstoff in den INCIs auf den Produkten auftaucht. Je weiter hinten er auftaucht, desto weniger Wirkung bekommen Sie. Außerdem sollten keine Parabene enthalten sein. Bekanntlich stehen diese im Verdacht, Allergien oder sogar Krebs zu verursachen.
Nun aber zu einem weiteren Punkt, der mir, wenn Sie meine Arbeitsweise kennen, noch besonders am Herzen liegt: die Ganzheitlichkeit! Wollen Sie die Haut nur straffen oder auch langfristig pflegen? Zu einem ganzheitlichen anti-aging Produkt gehört mehr als ein einzelner Wirkstoff. Analog ersetzt Betakarotin ja auch nicht die Karotte! Damit möchte ich nicht sagen wir sollen nur pflanzliche Produkte verwenden. Auch Hightech leistet in vielen Bereichen seinen Beitrag. Ein Produkt, das zusätzlich zum Straffen auch pflegen soll, kann zum Beispiel durch einige der folgenden Wirkstoffe intelligent angereichert werden:
- Chromabright zur Aufhellung der Haut und Vorbeugung der Überpigmentierung
- Pullan zur zusätzlichen Straffung
- Hydroxyprolin Komplex als Collagenbooster
- Matrixyl aktiviert die Collagenbildung
- Aquaxyl harmonisiert den Wasserhaushalt und stärkt die Barrierefunktion
- Coenzym 10 verbessert die Energieversorgung der Hautzellen und verleiht Vitalität
- Vitamin C als natürlicher Radikalfänger
- ...
Ein weiterer Weg, um die Wirkung (und Pflege) zu verbessern, ist die Kombination mit einer Hautschälung. An diesem Bereich arbeite ich gerade und hoffe an dieser Stelle bald ein paar Ideen vorstellen zu können.
Zusammenfassend möchte ich sagen, daß Argireline durchaus den Titel Wundermittel verdient, zumal nicht gespritzt werden muß. Es sollte einfach gut in ein ganzheitliches, pflegendes Konzept eingebettet sein.
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Montag, 30. November 2009
Kosmetik und Homöopathie (1)
Wie können wir die Hömoopathie am besten in unserer Praxis nutzen?
Mein Bestreben wird immer sein, das homöopathische Denken so weit wie möglich in die Kosmetik einzubeziehen. In erster Linie heißt das, sich auf den ganzen Menschen zu konzentrieren, auf sein Wesen, sein Temperament, seinen Typus, seine Diathese, seine Morphologie und seine Lebensweise.
Erst wenn ich das alles begreife, kann auch ich als Kosmetikerin den Ursprung des jeweiligen Problems identifizieren - und behandeln. Je mehr wir über unser Gegenüber erfahren, desto gezielter können wir den Behandlungsplan gestalten. Das heißt, die Behandlung in der Kabine sowie die Pflege zu Hause genau mit den Pflanzen, Mineralien oder Organkonzentraten abzustimmen, die genau in diesem Moment für den Kunden richtig sind, um seine Probleme zu lösen. Hierbei ist es gleich, ob es sich um erschlaffte Haut, Falten, erhöhte Sensibilität, Cellulite, Übergewicht oder andere Probleme handelt.
Natürlich bietet es sich an, nach der Methodik zu arbeiten "Welche Produkte/Wirkstoffe bei welchen Problemen?"
Möchten wir aber ganz nach homöopathischen Prinzipien handeln, dann müssen wir uns die Mühe machen, gezielte Fragen zu stellen, diese auswerten zu lernen und im nächsten Schritt die angemessene Behandlung mit den passenden Substanzen zu bestimmen.
Je passender, desto gezielter das Resultat!
Homöopathie ist menschengerecht, weil sie den Menschen immer als Ganzheit zu erfassen versucht. Sie ist naturnah, weil ihre Produkte zum größten Teil aus natürlichen Ausgangsprodukten stammen. Sie ist universell, weil es nach homöopathischer Auffassung für jeden Menschen das Produkt gibt, das ihn heilt.
Selbstverständlich haben wir als Kosmetikerin nicht die gleichen Möglichkeiten zur Verfügung wie ein Homöopath. Aber darauf kommt es hier auch gar nicht an, sondern vielmehr darauf, gezielt und sicher die passende Behandlung für den Menschen zu bestimmen.
Als Instrumente stehen der Kosmetikerin immerhin zur Verfügung:
- die Diathese
- die Typusanalyse
- Morphologie
- Mineralien, Pflanzen, Oligo Elemente, potenzierte Kosmetika, Schälmethoden
- Ernährungsberatung
Wichtig ist die Bereitschaft, professionell einen Schritt weiterzugehen und dazuzulernen! Die Kosmetikerin, die homöopathisch denkt und handelt, kommt durch An-SEHEN zum Verstehen, durch Be-GREIFEN zum Begreifen, durch Hören, Zuhören und Er-FASSEN der Mimik, Gestik und Ausstrahlung zum gründlichen Bild eines jeden Kunden.
Die Homöopathie respektiert die Einmaligkeit des Menschen. Selbst wenn zwei Menschen einander vollkommen gleich wären, gleich alt, gleich groß, gleich schwer. Selbst wenn sie sich aus den gleichen Mengen Eiweiß, Kohlehydraten und Fett zusammensetzen würden, so wären sie doch verschieden. Dies nicht nur in ihrem Streben und Wollen, in ihrem Unterscheiden und Entscheiden, in ihrem Fühlen und Denken, sondern auch in jenem immateriellen Bereich, der das das Bestreben und Wollen, das Fühlen und Denken als Erscheinung nach außen trägt.
Für die Medizin und die Kosmetik läßt sich der Schluß ableiten, daß es sich bei den Beschwerden, Krankheiten und Hautbildern genau so verhalten könnte. Von dieser Annahme geht die Homöopathie aus. Behandlung und Produkt entziehen sich dem Versuch der Schematisierung, Katalogisierung und dem bequemen Denken in standardisierten Kategorien. Leiden, Beschwerden und Symptome können einander ähneln. Dennoch treten sie immer an einem anderen Menschen auf und sind deshalb individuelle Phänomene, die eigentlich nur individuell betrachtet und behandelt werden können.
Mein Bestreben wird immer sein, das homöopathische Denken so weit wie möglich in die Kosmetik einzubeziehen. In erster Linie heißt das, sich auf den ganzen Menschen zu konzentrieren, auf sein Wesen, sein Temperament, seinen Typus, seine Diathese, seine Morphologie und seine Lebensweise.
Erst wenn ich das alles begreife, kann auch ich als Kosmetikerin den Ursprung des jeweiligen Problems identifizieren - und behandeln. Je mehr wir über unser Gegenüber erfahren, desto gezielter können wir den Behandlungsplan gestalten. Das heißt, die Behandlung in der Kabine sowie die Pflege zu Hause genau mit den Pflanzen, Mineralien oder Organkonzentraten abzustimmen, die genau in diesem Moment für den Kunden richtig sind, um seine Probleme zu lösen. Hierbei ist es gleich, ob es sich um erschlaffte Haut, Falten, erhöhte Sensibilität, Cellulite, Übergewicht oder andere Probleme handelt.
Natürlich bietet es sich an, nach der Methodik zu arbeiten "Welche Produkte/Wirkstoffe bei welchen Problemen?"
Möchten wir aber ganz nach homöopathischen Prinzipien handeln, dann müssen wir uns die Mühe machen, gezielte Fragen zu stellen, diese auswerten zu lernen und im nächsten Schritt die angemessene Behandlung mit den passenden Substanzen zu bestimmen.
Je passender, desto gezielter das Resultat!
Homöopathie ist menschengerecht, weil sie den Menschen immer als Ganzheit zu erfassen versucht. Sie ist naturnah, weil ihre Produkte zum größten Teil aus natürlichen Ausgangsprodukten stammen. Sie ist universell, weil es nach homöopathischer Auffassung für jeden Menschen das Produkt gibt, das ihn heilt.
Selbstverständlich haben wir als Kosmetikerin nicht die gleichen Möglichkeiten zur Verfügung wie ein Homöopath. Aber darauf kommt es hier auch gar nicht an, sondern vielmehr darauf, gezielt und sicher die passende Behandlung für den Menschen zu bestimmen.
Als Instrumente stehen der Kosmetikerin immerhin zur Verfügung:
- die Diathese
- die Typusanalyse
- Morphologie
- Mineralien, Pflanzen, Oligo Elemente, potenzierte Kosmetika, Schälmethoden
- Ernährungsberatung
Wichtig ist die Bereitschaft, professionell einen Schritt weiterzugehen und dazuzulernen! Die Kosmetikerin, die homöopathisch denkt und handelt, kommt durch An-SEHEN zum Verstehen, durch Be-GREIFEN zum Begreifen, durch Hören, Zuhören und Er-FASSEN der Mimik, Gestik und Ausstrahlung zum gründlichen Bild eines jeden Kunden.
Die Homöopathie respektiert die Einmaligkeit des Menschen. Selbst wenn zwei Menschen einander vollkommen gleich wären, gleich alt, gleich groß, gleich schwer. Selbst wenn sie sich aus den gleichen Mengen Eiweiß, Kohlehydraten und Fett zusammensetzen würden, so wären sie doch verschieden. Dies nicht nur in ihrem Streben und Wollen, in ihrem Unterscheiden und Entscheiden, in ihrem Fühlen und Denken, sondern auch in jenem immateriellen Bereich, der das das Bestreben und Wollen, das Fühlen und Denken als Erscheinung nach außen trägt.
Für die Medizin und die Kosmetik läßt sich der Schluß ableiten, daß es sich bei den Beschwerden, Krankheiten und Hautbildern genau so verhalten könnte. Von dieser Annahme geht die Homöopathie aus. Behandlung und Produkt entziehen sich dem Versuch der Schematisierung, Katalogisierung und dem bequemen Denken in standardisierten Kategorien. Leiden, Beschwerden und Symptome können einander ähneln. Dennoch treten sie immer an einem anderen Menschen auf und sind deshalb individuelle Phänomene, die eigentlich nur individuell betrachtet und behandelt werden können.
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